Wir lieben Konsens

This posting has been published here. Thanks to the blogger from wunder2welt!

Starting from this post about trans women’s penises (see also this spoken word piece about it) I had some facebook exchange about how trans people call their (sexually interesting) parts. As we know, it is really important to be able to name things, especially for practicing consent. The last two links were in German, and I would really like to write something like that in German, there is just not enough material on it, we still have to create everything on our own, which is sometimes just too much work.

Ok, actually a lot of what I will be writing now can also be found in the resources I linked in my post about trans-sexuality, but I’ll summarize it for you :-).

As you might already know from the sensitivity most trans people have about the pronouns that are used for them and the way they are addressed, language and how you call things is really important for many trans people. Since the words that are usually used for (sexually relevant) body parts are in our minds strongly connected to a certain sex and gender, using these words often doesn’t feel good. So this has sparked a lot of creativity in naming stuff, of which I want to share some with you.

I’ll roughly group them by words for transmasculine and transfeminine body parts. By that I mean body parts that are typically connected to female anatomy, possibly transformed by testosterone, prosthetic or visualized and body parts that are typically connected to male anatomy, possibly changed by estrogen(s), visualized or maybe prosthetic. Within these groups I leave the exact body part that a certain term describes up to your imagination :-). I do not want to imply any gender identity with these descriptions, as far as I am concerned, people of any gender can use any terms. Den Rest des Beitrags lesen »

Ja, nein, vielleicht und ich…. Eine Reihe zu consentual sex von Kika-Joris in Zusammenarbeit mit Transformative Justice Eu und Bodiesthatmatter Berlin

Vier Termine: Freitags 10:00 bis 12:30 im FAQ-Laden Jonasstr. 40, rollierreichbar über Rampe
21.3., 28.3., 4.4., 11.4. 2014

1. Termin:
NEIN! Grenzen fühlen und wertschätzen, Grenzen setzen, Grenzen von anderen gesetzt bekommen und sie willkommen heißen

2. Termin:
JA! Wünsche, Bedürfnisse  und Neugierde erkennen und äußern, mit den Wünschen meines Gegenübers umgehen

3. Termin:
VIELLEICHT! Grauzonen, Neugier, Unsicherheiten, Experimente, wie erweitere ich achtsam meine Grenzen, was brauche ich dafür?

4. Termin:
WO WILL ICH HIN? Was möchte ich mehr in meiner Sexualität, wovon will ich weg? Was brauche ich, um mich wohlzufühlen? Und wie traue ich mich, zu mir zu stehen…

Alle Termine werden spielerische und Gesprächsanteile haben. Spiele sind körperlich, aber nicht sexuell. Nicht-Mitmachen ist jederzeit willkommen und Teil von Konsens! Der Workshop ist offen für alle Trans*-, Inter-,  Frauen*-, Lesben-Identitäten
Bitte meldet euch verbindlich für alle Termine an. Mindestanzahl ist 8, maximale Anzahl 16 Leute.
Der Workshop wird auf Spendenbasis gegeben, du kannst also geben, was für dich passt.

Die Referent_in Kika-Joris Kern gibt seit Jahren Workshops zu Sexualität mit dem Fokus auf Konsens, meist in FLT*(I)-Räumen, gelegentlich aber auch für alle Geschlechter. Das macht ihr großen Spaß und ist ihm ein wichtiges Anliegen.

Nachfragen und Anmeldungen an:kern@puscii.nl

transformativejustice.eu
bodiesthatmatter.blogsport.de

In meinem Freund_innen und Bekanntschaftkreis begegnet mir etwas, das mich mag. Die Frage, ob ich zur Begrüßung oder Verabschiedung umarmt werden möchte. Und zwar nicht so meta und allgemein, sondern für genau in diesem Moment. Wie schön. Danke!

Ja? Nein? Vielleicht?

Ich finde, ein klar formuliertes Ja kann sehr schön sein… wenn die Person das denn wirklich will. Was könnte ein Gegenstand sein, auf den man ein “Nein” schön platzieren könnte? Vielleicht auf einem Kopfkissen? Vielleicht sollte ich einen schönen Ort finden und dort ein Nein anbringen. Vielleicht gibt’s auch ein Beweisfoto für euch. ;)

Ein Date, ein Gespräch, laute Musik im Hintergrund und dazu mein schlechtes Spanisch. Oft muss ich nachfragen, bis ich verstanden habe. Ob ich die Person begehre weiß ich nicht so genau, was eher für Nein spricht. Aber ich will unbedingt, dass heute Nacht noch etwas passiert.
Als ich frage, ob die Person auf mich steht ist die Atwort genauso vage wie mein Gefühl dazu. Oder habe ich nicht richtig verstanden?
Mein Wunsch nach mehr lässt mich nach der Hand der Person greifen, ich frage, ob er es mag. “Ja” ist die Antwort aber es kommt nicht überzeugend, enthusiastisch rüber. Ich habe Angst, dass er zu höflich ist “Nein” zu sagen, frage nochmals nach.
Wir halten uns an den Händen, berühren uns und ich mag die Wärme seiner Hände. Aber bezüglich meines Begehrens ist es genauso wie vorher: Ich will etwas, aber merke eigentlich so langsam, dass es zwischen uns nicht passt, ich ihn nicht begehre. Wieso beuge ich mich dann vor, um ihn zu küssen? Schmiege mich an seine Wange, frage ob er mich küssen mag.
Er küsst mich. Ich merke: Es passt nicht. Dennoch küsse ich ihn weiter. Obwohl ich den Eindruck habe, dass er genauso von unseren Küssen unberührt bleibt wie ich. Eine gefühlte Viertelstunde geht das so weiter, und ich weiß nicht, wie ich es beenden soll.

Heute habe ich Bauchschmerzen, wenn ich daran denke. Jetzt muss ich dazu stehen, dass ich das eigentlich nicht wollte, ihm sagen, dass ich ihn trotz der Küsse gestern eigentlich nicht begehre. Es geht mir schlecht mit dem gestrigen Abend. Ich habe das Gefühl nicht nur über seine sondern auch über meine Grenzen gegangen zu sein. Denn, ja, das bin ich.

Wann hätte ich wie die Notbremse ziehen können? Was für eine vollkommen unsinnige Art von Höflichkeit, sich aus einem ungewollten Kuss nicht zu lösen und zu sagen: Du, ich mag das nicht? Kann ich das überhaupt? Bin ich nicht viel zu gefangen in meinen Scripten, um aus einem Kuss auszubrechen? Ja, das bin ich. Besonders, wenn ich selbst den Kuss begonnen habe weiß ich nicht, wie ich mich daraus lösen soll.
Bisher waren unerwünschte Küsse immer von der anderen Person ausgegangen, waren nicht von mir initiiert. Daher war ich noch nie in der Situation, sagen zu müssen: Du, ich habe einen Fehler gemacht. Ich wollte diesen Kuss nicht.

In Gedanken gehe ich zurück zu gestern Abend, versetze mich wieder in die Situation hinein und stelle mir vor, den Kuss zu beenden. In Gedanken löse ich mich aus dem Kuss, nehme Abstand indem ich einen halben Schritt von ihm weggehe. Ich hole ein mal Luft und sage: Nichts. Denn ich schaffe es bisher noch nicht, die Situation wenigstens im Kopf gut aufzulösen.
Ich gebe mir Zeit. Ich verzeihe mir, dass das geschehen ist und gebe mir Zeit damit klarzukommen. Ich werde wieder und wieder versuchen die Situation in Gedanken aufzulösen. Wenn ich es geschafft habe berichte ich euch hier davon.

Ein Thema, mit dem ich mich lange nicht mehr beschäftigt habe ist das Benennen von Körperteilen. Dieser Text http://anschlaege.at/feminismus/2013/01/positionswechsel-warum-das-ding-einen-namen-haben-muss/ zeigt auf, warum es wichtig ist.

Also sollte ich vielleicht mal wieder in meine Wortsammenlung reinschauen und meine liebsten hier veröffentlichen. Habt ihr daran Interesse?

Sookee fürs Zustimmungskonzept

Nicht, dass wir es nicht alle schon längst gewusst hätten, aber: Sookee spricht sich explizit fürs Zustimmungskonzept aus. In ihrem Interview mit dem Tagesspiegel sagt Sookee:

“Worte helfen. In meiner sexuellen Praxis habe ich ein Zustimmungskonzept. Ich bringe kleine Sätze unter. Macht dir das Spaß, so wie ich dich da anfasse? Magst du das? Ich will nicht stumm vor mich hinvögeln, sondern finde es schön und mutig, wenn Leute sich im Bett Sachen trauen. Licht anlassen zum Beispiel. Rückmeldungen sind außerdem der größte Kick. Gleichzeitig kann ich es politisch nutzen, stelle nämlich sicher, dass ich keine Grenze überschreite. Die perfekte Kombi.”

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